Angst – So bekommst Du deine Angst in den Griff

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Schön, dass Du wieder da bist. Im ersten Teil unseres Blogartikels hast Du erfahren was Angst eigentlich ist und welche 3 großen Formen der Angst es gibt:

  1. Die Angst vor Fehlern.
  2. Die Angst vor Ablehnung.
  3. Die Angst vor der Angst.

Die ersten beiden haben wir im ersten Teil dieses Blogartikels ausführlich beschrieben – solltest Du diesen verpasst haben, dann schnell hier entlang → (Hier klicken) Warum haben wir Ängste und wie wirst Du sie los.

In diesem Teil beschäftigen wir uns mit der Angst vor der Angst und wir verraten Dir, wie Du deine Ängste überwindest!

Also, lesen lohnt sich – viel Spaß dabei.


Was ist denn nun – Die Angst vor der Angst?!

Die Angst vor der Angst

Vielleicht kommt diese Dir sogar bekannt vor.

Das bedeutet, dass man sich oftmals das “Worst-Case-Szenario” also den schlechtesten oder den ungünstigsten Fall in den buntesten Farben ausmalt.

Beispiel: Praktische Prüfung für den Führerschein – der Prüfling stellt sich nicht vor wie er vom Fahrprüfer gelobt wird und endlich seine Fahrerlaubnis überreicht bekommt. NEIN!!!!

Der Prüfling kann in der Nacht vor der Prüfung nicht schlafen, weil er sich vorstellt wie er eine rote Ampel überfährt, er bei Blitzeis fährt und schlimmsten Falls noch eine Oma über den Haufen fährt und morgen GARANTIERT durchfällt!!!!!!!

Er steigert sich somit regelrecht in seine Angst hinein! Diese Angst vor der Angst kann in allen Lebensbereichen und Situationen auftreten.
Dieses kann soweit gehen, dass aus der Angst beinahe schon eine Panik wird. Diese Panik hat dann nichts mehr mit einem natürlichen Schutzmechanismus zu tun, sie lähmt & blockiert vielmehr. Aus der gelegentlichen Panik können Panikattacken werden. Diese Panikattacken können so schlimm werden, dass der Betroffene fast schon Todesängste erleidet (begleitet von Atemnot, Herzrasen und Schweißausbrüchen).

Da diese Todesangst so ein schreckliches Gefühl, vermeiden Menschen, die unter Panikattacken leiden, alles, was irgendwie zu einem Ausbruch führen könnte und gehen im Extremfall (also wenn Angststörungen dauerhaft nicht behandelt werden) kaum noch vor die Tür.


Wie bekommst Du deine Ängste denn nun bloß in den Griff?

Als aller Erstes: Angst ist Nichts schlechtes, im Gegenteil – Angst ist ein natürlicher Schutzmechanismus.
Angst ist gut, denn sie beschützt uns vor Leichtsinnigkeit. Angst sorgt dafür, dass wir uns konzentrieren und uns anstrengen z.B. in Kundenterminen, Prüfungen oder Vorstellungsgesprächen.

Was ist jedoch, wenn deine Ängste Dich lähmen und Dich blockieren?!

Wenn deine Ängste Dich somit daran hindern deine Träume in die Tat umzusetzen (Beispiel: Du machst Dich nicht selbstständig, weil deine Angst vor dem Scheitern Dich blockiert)? Wenn deine Ängste Dich daran hindern dein Bestes zu geben (ein Blackout während einer Präsentation oder einer Klausur ist hierfür das perfekte Beispiel)?

Dann solltest Du deine Ängste überwinden, denn sie rauben Dir nicht nur Lebensenergie sondern auch Lebenszeit!!!!


Hier ein paar effektive Tipps gegen deine Angst

#1: Sieh deinen Ängsten ins Gesicht:

Viele glauben, dass die Angst verschwindet, wenn man sie verdrängt oder ignoriert.

>>> Leider passiert das Gegenteil! <<<

Denn die Angst brodelt unterschwellig weiter und wächst auf Dauer sogar noch. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Du Dir deine Angst eingestehst – nimm deine Angst als einen überbesorgten Freund wahr, der Dich gerne schützen möchte, dann fällt es Dir leichter, der Angst zu sagen: „Nein, Du bist jetzt unbegründet. Es gibt keinen Grund, dass Du mich schützen solltest, mir droht keine Gefahr. Bitte beruhige Dich und lass mich zufrieden“.

So nach dem Motto: “Hallo Angst. Gut, dass es Dich gibt, aber jetzt darfst Du auch wieder gehen!”.

Angst ist nämlich absolut kein Zeichen von Schwäche sondern ein natürlicher Schutzmechanismus. Wenn Du deine Angst in den Griff bekommen willst, dann musst Du Dir diese eingestehen, so schwer dies auch erscheinen mag.


#2: Ergründe deine Ängste:

  • Weißt Du eigentlich woher deine Ängste kommen?
  • Hast Du schon einmal versucht diese zu ergründen?
  • Nimm Dir etwas Zeit für Dich und überlege, wo deine Ängste herkommen:
  • Hattest Du selbst einmal eine negative Erfahrung?
  • Ist Dir Etwas schlimmes passiert und seitdem hast Du Angst?
  • Wurde Dir als Kind immer gesagt: ”Pass auf”?
  • Haben Dir andere Menschen von ihren negativen Erfahrungen erzählt?
  • Wurdest Du schon mal abgelehnt?
  • Wurdest Du früher für deine Fehler bestraft?

… Es ist ganz egal, woher deine Angst kommt, wichtig ist nur, dass Du ihre Entstehung nachvollziehen kannst!
Wenn Du weißt woher deine Ängste kommen, dann kannst Du sie besser vestehen, verarbeiten und ggf. auch loslassen.


#3: Aufschreiben & loslassen:

Der folgende Tipp hat uns sehr geholfen – schreibe deine Ängste auf einen Zettel.

Oft wirken unsere Ängste schon wesentlich kleiner, wenn wir diese zu Papier gebracht haben und wir sie quasi überschauen können!

Danach verbrennst Du diesen Zettel feierlich, um deine Sorgen symbolisch in Rauch aufgehen zu lassen.


#4: Übernimm Eigenverantwortung:

Es reicht nicht nur, wenn Du deine Ängste verbrennst. Du musst auch dafür sorgen, dass diese gar nicht erst wiederkommen können!

Dafür ist es wichtig, dass Du Eigenverantwortung übernimmst.
Überlege Dir, was DU tun kannst & tue es auch!!!

Hier ein paar Beispiele:

Du hast Angst, dass Du nicht geliebt wirst. Folgendes kannst DU tun: Sorge dafür, dass Du Dich selbst attraktiv findest!!!

Entwickle deine Persönlichkeit weiter, arbeite an deinem Charakter und sorge dafür, dass Du Dich selbst hübsch findest! Dadurch, dass Du Dich selbst liebst verändert sich deine gesamte Ausstrahlung auf Andere extrem positiv!!!

Du hast Angst, dass Du mit deiner Firma keine Kunden gewinnst. Folgendes kannst DU tun: Du kannst deine Zielgruppe bestimmen und ihre Bedürfnisse analysieren. Du kannst Dich optimal positionieren. Du kannst Dir ein Werbekonzept überlegen. Du kannst deine potenziellen Kunden anrufen und sie von Dir überzeugen.

Du hast Angst, dass Du durch die Matheklausur fällst. Folgendes kannst DU tun: Du kannst Dir Mathenachhilfe holen. Du kannst rechtzeitig vor der Klausur anfangen zu lernen! Du kannst Dich im Unterricht sofort melden, falls Du etwas nicht verstanden hast und nachfragen!

Du kannst immer irgendetwas selbst tun und wenn Du nur gedanklich positiv mit einer Situation umgehst, anstatt aufzugeben. Wenn Du Eigenverantwortung übernimmst, dann gibt Dir dieses nicht nur ein Gefühl von Macht, es stärkt gleichzeitig dein Selbstbewusstsein!


#5: Stärke dein Selbstbewusstsein:

Gerade wenn Du Angst vor dem Versagen und Angst vor der Ablehung von Anderen hast, dann solltest Du dein Selbstbewusstsein stärken!

Du musst Dich nicht nur toll finden, du musst DICH sogar lieben (Nein, das hat NICHTS mit Arroganz oder eingebildet sein zutun!).

Wie sollen Andere Dich annehmen, wenn Du Dich selbst nicht annimmst? Schau, was Dir an Dir gefällt und nicht auf das, was Du nicht magst. Verändere deinen Blickwinkel in Bezug auf Dich selbst!

Konzentriere Dich auf deine Stärken und werde ein Experte auf deinem Gebiet. Wenn Du immer nur versuchst deine Schwächen auszugleichen, dann wirst Du maximal durchschnittlich sein und DAS ist doch total langweilig.

Sollte da wirklich etwas sein, was Dich an Dir stört, dann liegt es an Dir dieses zu ändern (siehe #4 → Eigenverantwortung).


#6: Hole Dir Hilfe:

Falls Du merkst, dass deine Angst eher stärker anstatt weniger, dann solltest Du Dir Hilfe holen! Besprich deine Ängste mit einem Familienmitglied oder einem guten Freund (wichtig, eine Person, der Du vertraust!).

Frage deinen Vertrauten um Rat und bitte ihn um seine Meinung.

Sollte diese Person Dir auch nicht helfen können, dann solltest Du Dich in professionelle Hände begeben, um deine Ängste überwinden zu können!

Denn vergiss niemals: Du hast nur ein Leben & darüber bestimmst DU – NICHT deine Ängste!!!

Viel Spaß bei der Umsetzung!
Wir wünschen Dir alles Gute beim “Besiegen” deiner Ängste!

Dein Team,
Caro & Marco

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