Angst – Warum haben wir Ängste und wie wirst Du sie los

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Schön, dass Du Dir die Zeit nimmst, um diesen Blogartikel zu lesen.

In den beiden Teilen dieser Serie verraten wir Dir, wie man Ängste unterteilen kann und wie Du deine Ängste besser kontrollieren kannst, damit diese Dich nicht lähmen!!!

Bevor wir auf die einzelnen Formen von Ängsten eingehen haben wir einmal eine schlaue Definition von Angst herausgesucht.

Angst ist ein Grundgefühl, welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Krankhaft übersteigerte Angst wird als Angststörung bezeichnet.

Findest Du Dich und deine Definition von “Angst” in dieser Fachdefinition wieder.. Teilweise oder? Hast Du Dich mit deiner Angst bzw. deinen Angstzuständen schon einmal auseinandergesetzt? Oder ist es für Dich immer ein Gefühl gewesen, mit dem Du dann irgendwann gelernt hast zu Leben? Oder hast Du sie gar verdrängt?

Eines noch vorweg. Wir werden Dir hier keinen Weg aufzeigen, wie Du deine Angst komplett abschalten oder unterdrücken kannst.

Denn:

Können wir das überhaupt nicht!
Sollst Du die Angst auch nicht abschalten, sondern sie positiv für Dich einsetzen!

Angst ist ein Gefühl, dass die ersten Menschen vor großen und gefährlichen Raubtieren und anderen Gefahren geschützt hat. Stell Dir nur einmal vor, wir könnten unsere Ängste komplett eliminieren… Die ersten Menschen hätten nicht lange überlebt und Du würdest diesen Blogartikel heute nicht lesen…

Wir haben Angst gelernt

Wir nehmen Dich mit auf eine Zeitreise in unsere Kindheit. Mit unserer Geburt kamen wir vollkommen unvorbelastet auf diese Welt. Keinerlei Zwänge, Ängste, Vorurteile oder Misstrauen begleiteten unser Leben. Mit der Zeit wuchsen wir, erlernten neue Fähigkeiten und unsere lieben Eltern bzw. Erziehungsberechtigten kamen immer bewusster ins Spiel. Die ersten Schritte machten wir erst nach sehr vielen Fehlversuchen – wir scheiterten, standen wieder auf und versuchten es erneut. Irgendwann klappte es und wir waren unglaublich stolz auf uns.

Stell Dir nun einmal vor, Du hättest deine Eltern in diesem Alter bewusst verstanden und sie hätten Dir eingeredet, dass der Versuch wehtun würde und Du es lieber sein lassen solltest. Unvorstellbar oder?

Diese kurze Zeitreise soll Dir einfach nur aufzeigen, dass Du die Angst, wie Du sie heute kennst, mit den Jahren erlernt hast. Deine Eltern, deine Freunde, deine Lehrer und die Gesellschaft haben im Verlauf deines Lebens eventuell weitere Ängste geschürt. Eventuell hast Du sogar vor etwas Angst, kannst Dich aber noch nicht mal mehr an den Ursprung erinnern…


Die drei größten Ängste im Leben
Durch viele Gespräche, das Lesen unzähliger Fachlektüre und Selbstreflektion haben wir die drei größten Ängste im Leben hier zusammengefasst.

  1. Die Angst vor Fehlern.
  2. Die Angst vor Ablehnung.
  3. Die Angst vor der Angst.

Gehen wir diese 3 Punkt für Punkt durch.

1. Die Angst vor Fehlern

Die Angst vor Fehlern schränkt das Leben vieler Menschen auf dieser Welt unglaublich ein. Woran liegt das? In der Schule bekommen wir schlechte Noten für unsere Fehler, bei der Arbeit müssen wir uns unangenehmen Gesprächen stellen und auch die Gesellschaft bestraft uns durch Intoleranz, Lästern und abwertende Blicke für unsere Fehlentscheidungen.

Dazu zwei Beispiele:
Stell Dir einen Jungen vor – dieser ist total sportlich und hat ein überdurchschnittliches Körpergefühl, aber dafür eine 4 in Mathe.

Was passiert?!

Der Fokus wird auf die 4 in Mathe (also auf den “Fehler” gerichtet) und der Junge landet in der Mathenachhilfe. → Das Kind soll überall durchschnittlich sein.
Es würde den Jungen jedoch viel mehr motivieren, wenn man seine Stärken stärkt, indem man ihn z.B. in den Sportkader steckt und den Fokus somit auf seine Potenziale richtet. → Der Grundstein für Erfolg wird gelegt.

Stell Dir nun einen Bankberater vor – dieser interessiert sich für Aktien & Wertpapiere, die Bank muss aber Geld sparen & will Stellen einsparen.

Was passiert?!

Richtig, die Bank schickt ihren Mitarbeiter auf zahlreiche Fortbildungen in verschiedensten Sektoren. → Der Berater soll ein “Allrounder” werden, um überall einsetzbar zu sein (also um andere Mitarbeiter ersetzen/einsparen zu können).
Was würde allerdings passieren, wenn die Bank ihrem Mitarbeiter weitere Fortbildungen im Wertpapier-Sektor ermöglichen würde?! → Der Bankberater würde zum erfolgreichen Experten auf seinem Gebiet werden.

Merke: Erfolgreiche Menschen können NICHT Alles. Denn durchschnittlich ist nicht erfolgreich! Es reicht, wenn Du eine Sache richtig gut kannst!


2. Die Angst vor Ablehnung

Ganz tief in jedem Menschen steckt das Gefühl nach Anerkennung und Akzeptanz. Wir möchten in unserer Art, unserem Verhalten und mit unseren Entscheidungen akzeptiert werden. Aus diesem Grund gehen eine unfassbare große Zahl an Menschen nicht Ihrer Bestimmung/Berufung nach.

Eigentlich wollte er lieber unabhängiger Bauberater werden oder sie schwelgt in Fantasien von einem eigenen kleinen Café, in der sie ihre Gäste mit Leckerein & Kaffeespezialitäten verwöhnen kann. Was machen sie stattdessen… Sie gehen einem Job nach, für den sie sich vor einigen Jahren entschieden haben und mittlerweile einige Jahre Berufserfahrung sammeln konnten. “Da kann ich doch jetzt nicht einfach alles aufgeben und meinem Herzen folgen”, denken sich die beiden. In unbeobachteten Momenten verlieren sie sich in den Gedanken an eine andere Tätigkeit, wie schön und harmonisch es wäre, seiner Leidenschaft, vielmehr seinem Herzenswunsch zu folgen.

Woher kommt die Aussage “Da kann ich doch jetzt nicht einfach alles aufgeben…?”.

In den meisten Fällen liegt es daran, dass sie Angst vor der Ablehnung gegenüber anderer Menschen haben. Überwiegend vor der Ablehnung von Menschen die uns sehr nah stehen, wie z.B. Eltern, Großeltern, Geschwister und gute Freunde. Wir stellen uns vor wie diese uns vorhalten bloß keine Fehler zu begehen, in dem Job zu bleiben den man gelernt hat. Zudem soll man sich ja auch nicht so anstellen, denn schließlich ist es Arbeit und (ACHTUNG LIMITIERENDER GLAUBENSSATZ) die muss ja auch keinen Spaß machen!

Im nächsten Blogartikel erfährst Du noch vieles „von der Angst vor der Angst“ & wir verraten Dir, wie Du deine Ängste in den Griff bekommst.

Freu Dich drauf.

Viele Grüße,
Caro & Marco

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